Academic Freedom and Responsibility Toward Society

Who Decides What Science We Do?

Alexander von Humboldt-Stiftung

44 Seiten, DIN A4, in englischer Sprache

Unter dem Titel „Academic Freedom and Responsibility Toward Society – Who Decides What Science We Do?“ dokumentiert das DUZ Special die wichtigsten Ergebnisse des 12. Forums zur Internationalisierung der Wissenschaft, das die Alexander von Humboldt-Stiftung vom 11. bis 12. November 2018 in Berlin veranstaltete.

Das International Advisory Board der Humboldt‐Stiftung, das die Themen der alljährlich stattfindenden Foren festlegt, lenkte mit dem 12. Forum den Fokus vor allem auf die Frage nach der wissenschaftlichen Freiheit:

Damit Wissenschaft und Forschung gedeihen können, ist wissenschaftliche Freiheit notwendige Voraussetzung. Mit der weltweit zu beobachtenden Zunahme illiberaler und autokratischer Regierungen ist diese Freiheit immer stärker in Bedrängnis. Die beständig hohe Nachfrage nach Stipendien im Rahmen der Philipp Schwartz Initiative – einem 2015 initiierten und vom Außenministerium geförderten Programm der Humboldt-Stiftung –, das temporär Schutz für gefährdete Wissenschaftler bietet, legt trauriges Zeugnis davon ab.

Wissenschaftliche Freiheit umfasst aber mehr als Abwesenheit von Zensur, erzwungenen Entlassungen und Inhaftierungen von Wissenschaftlern. Beunruhigende Entwicklungen wie die wachsende Abhängigkeit von Drittmittelfinanzierung, der zunehmende Publikationsdruck oder die Erwartung, sofortige Wirkungen müssten demonstriert werden, können die Freiheit von Forschern ebenfalls einschränken. Gleichzeitig haben Steuerzahler das legitime Recht, Rechenschaft von Wissenschaftlern zu erhalten, deren Forschung sie letztlich fördern.

Die Beiträge der Wissenschaftler, Wissenschaftsmanager und Vertreter von Förderorganisationen aus aller Welt, die die Humboldt‐Stiftung zum Forum eingeladen hatte, bieten vielfältige Reflexionen und Thesen, um die Debatte weltweit in der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu befeuern.