Brückenschlag zwischen Labor und Klinik

Die Interdisziplinären Zentren für Klinische Forschung (IZKF) haben die Universitätsmedizin in den letzten zwei Dekaden nachhaltig verändert

Interdisziplinären Zentren für Klinische Forschung (IZKF)

24 Seiten, DIN A4, in deutscher Sprache

Mehr Praxistransfer, mehr Effizienz, stärkere internationale Sichtbarkeit für die deutsche Universitätsmedizin: Mit diesem Anspruch gab das Bundesforschungsministerium vor zwanzig Jahren den Startschuss für den Aufbau von Interdisziplinären Zentren für Klinische Forschung (IZKF) – unter anderem an den Hochschulen in Aachen, Erlangen, Münster und Würzburg. Das duz SPECIAL „Brückenschlag zwischen Labor und Klinik: Die Interdisziplinären Zentren für Klinische Forschung haben die Universitätsmedizin in den letzten zwei Dekaden nachhaltig verändert“ stellt exemplarisch deren Aktivitäten, Erfahrungen und Erfolge vor.

Gegründet wurden die IZKFs, um der Universitätsmedizin neue Impulse zu geben und eine Brücke zwischen Medizinischen Fakultäten und Universitätsklinika im wichtigen und schwierigen Bereich der Translation zu schlagen: Sie sollten dazu beitragen, dass die Ergebnisse aus der klinischen Forschung zum Wohle der Patienten schneller in die medizinische Versorgung überführt werden.

Neben der Förderung innovativer Forschungsvorhaben, der Entwicklung interdisziplinärer Kooperationsformen und dem Aufbau zentraler, allen Wissenschaftlern zugänglichen Technologieplattformen haben die IZKFs die flexibel einsetzbaren Mittel vor allem auch zur Nachwuchsförderung genutzt. So konnten sie im Laufe der Jahre eine Reihe von Instrumenten etablieren, die die Arbeitsmöglichkeiten und die Karriere junger Mediziner entscheidend beeinflusst haben.

Die IZKFs in Aachen, Erlangen, Münster und Würzburg haben über ihre Standorte hinaus wegweisende Impulse gesetzt und sind fester Bestandteil der jeweiligen Universitätsmedizin geworden. Dr. Peter Lange, Ministerialdirektor a.D. im Bundesministerium für Bildung und Forschung, betont den Vorbildcharakter: „Ein IZKF kann ein starkes Instrument der Leitung einer medizinischen Fakultät sein, um die Strukturbildung und die Ausrichtung der Fakultät zu steuern. Jede Fakultät sollte ein derartiges Saatbeet für neue interdisziplinäre Fragestellungen, neue Kooperationsstrukturen und auch zur Nachwuchsförderung haben.“