Muslime an deutschen Hochschulen

Religiöse Kompetenz stärkt Vielfalt und Internationalisierung

Kulturwissenschaftliches Institut Essen

12 Seiten, DIN A4, in deutscher Sprache

Nicht zuletzt durch Zuwanderung und den Bildungsaufstieg der Kinder der Gastarbeitergeneration entstehen neue gesellschaftspolitische Herausforderungen. Dazu gehört auch der Aufbau religiöser Kompetenz an den Hochschulen. Das duz SPECIAL „Muslime an deutschen Hochschulen: Religiöse Kom­petenz stärkt Vielfalt und Internationalisierung“ gibt Hinweise, wie sich im Campusalltag das Miteinander nichtreligiöser, religiöser und insbesondere muslimischer Studierender bestmöglich gestalten lässt.

Vorgestellt werden die wichtigsten Ergebnisse einer Studie, die am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) durchgeführt wurde. Gefördert wurde diese von der Stiftung Mercator.

Die zunehmende Sichtbarkeit „des“ Islams auch an Hochschulen ist das Ergebnis der gelungenen Integration der Nachkommen aus muslimischen Einwanderer­familien, die immer häufiger als Bildungsaufsteiger ein Studium absolvieren. Im Rahmen der Studie sind zum einen muslimische Studierende in Deutschland zu ihren Erfahrungen und Bedürfnissen befragt worden. Zum anderen ist in einem bundesweiten Survey ein Lagebericht zur Frage entstanden, ob und wo an Hochschulen in Deutschland Orte und Räume für Religion und Spiritualität zu finden sind – und wie dies von verschiedenen Seiten bewertet wird.

Religion ist eine Dimension von Gleichbehandlung und Diversität. Wie soll mit den religiösen Bedürfnissen muslimischer Studierender und Universitätsangehöriger aus dem In- und Ausland umgegangen werden? Wie verhalten sich die weltanschauliche Neutralität und Vorbildfunktion der Universitäten zur Religionsfreiheit und dem Gebot der Nichtdiskriminierung?

Hier sind jüngst teilweise hitzige Debatten entbrannt. Das duz SPECIAL des KWI dient der Versachlichung der Debatte und zeigt auf, wie die Einbindung gläubiger Studierender funktionieren kann.