Partizipation in der Wissenschaft

Museum für Naturkunde Berlin (MFN) – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung

12 Seiten, DIN A4, in deutscher Sprache

„Citizen Science hat das Potenzial, in vielfältiger Weise zu wirken: In die Wissenschaft hinein, in die Gesellschaft und die Politik. Das Wissen vieler Beteiligter kann Ergebnisse qualitativ besser und oft auch relevanter machen“ – so Dr. Susanne Hecker, Leiterin des Forschungsbereichs Gesellschaft und Natur am Museum für Naturkunde Berlin und Vorsitzende der European Science Association. Ihre Aussage entstammt dem aktuellen
DUZ Special „Partizipation in der Wissenschaft“, das vom Museum für Naturkunde Berlin (MFN) – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung herausgegeben wird.

 

Partizipation in der Wissenschaft – darunter werden heute untern anderem gefasst: Citizen Science, transdisziplinäre Forschung, Public Engagement und Reallabore. Sie soll nicht nur Bürger*innen ermöglichen, sich in ihrer Freizeit an wissenschaftlichen Prozessen zu beteiligen, sondern auch zu einem Wandel in der Wissenschaft beitragen. Die Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen und Wissenschaftler*innen soll auf Augenhöhe erfolgen und kann von der Datensammlung über Apps bis hin zur gemeinsamen Gestaltung des gesamten Forschungsprozesses gehen. Typische Themen sind zum Beispiel regionaler Sprachgebrauch, nachhaltige Mobilität oder Biodiversität.

Doch auch die Wissenschaftspolitik ist bei dieser Thematik gefragt. „Orte, an denen Citizen Science stattfindet, müssen gestärkt werden. Formate, die an Schulen für Forschung begeistern, sind unglaublich wertvoll. Forschende müssen unterstützt werden, Partizipation in ihren Projekten mitzudenken. Förderlinien für bürgerwissenschaftliche Forschungsprojekte bieten hierfür hervorragende Möglichkeiten und sollten ein fester Bestandteil im Portfolio des Forschungsministeriums sein“ – so die Forderung von Kai Gehring, Bundestagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen und Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung im neuen DUZ Special. Er ist überzeugt davon: „Auch für die Wissenschaftspolitik ist es eine Aufgabe, Bürger*innen verstärkt Partizipation zu ermöglichen. Denn wo und wie wir in Forschung investieren, entscheidet über Zukunftschancen und gesellschaftlichen Fortschritt.“

Das DUZ Special gibt einen Einblick, wie und in welchem Umfang Partizipation die Forschung heute prägt, welche Diskussionen sie auslöst und welche Rahmenbedingungen sie benötigt.

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