Standortfaktor Universität

Resümee der Jahrestagung 2014 der deutschen Universitätskanzlerinnen und -kanzler

Vereinigung der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten Deutschlands

16 Seiten, DIN A4, in deutscher Sprache

Universitäten werden zunehmend als Kostenverursacher betrachtet und stehen unter dem Druck, ihren Beitrag zur ökonomischen Wertschöpfung nachzuweisen. Die Jahrestagung 2014 der Kanzlerinnen und Kanzler an deutschen Universitäten hat diese aus ihrer Sicht bedenkliche Entwicklung zum Anlass genommen, um eine Kurskorrektur einzuleiten. Im duz SPECIAL „Standortfaktor Hochschule – Resümee der Jahrestagung 2014 der deutschen Universitätskanzlerinnen und – kanzler“ nehmen sie eine eigene Standortbestimmung vor, die vor allem auch den gesellschaftlichen, arbeitsmarktbezogenen und kulturellen Beitrag von Universitäten stärker berücksichtigt.

Die Kanzlerinnen und Kanzler problematisieren im duz Special die Risiken einer einseitigen ökonomischen Bewertung der Universitäten und bemängeln u. a., dass der Beitrag, den die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften für die regionale Entwicklung leisten, viel zu wenig Beachtung findet. So fordert Albert Berger, Kanzler der TU München und Bundessprecher der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten Deutschlands: „Beim Thema ‚Standortfaktor Universität‘ muss – über den reinen Euro hinaus – die Bedeutung der Universitäten für die regionale Entwicklung in den Blick genommen werden.“

Lesen Sie mehr im duz SPECIAL – beispielsweise das Interview mit Professor Dr. Manfred Prenzel, Vorsitzender des Wissenschaftsrates und Bildungsforscher an der TU München, der den Universitäten dringend empfiehlt, ihre Wissenschaftskommunikation zu professionalisieren, um auf diese Weise mehr gesellschaftliche Akzeptanz zu erlangen: „Universitäten sollten der Außenwelt viel mehr Einblicke in ihre Projekte, Fragestellungen und Erkenntnisse gewähren – und sie sollten dies auch in ihrem regionalen Umfeld verstärken. Die relevanten Akteure aus Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik vor Ort sollten über die Aktivitäten „ihrer“ Universität im Bilde sein. Das stärkt die Akzeptanz und ermöglicht neue Projekte und Kooperationen.“